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The Secret World - Polaris und das Gruppenspiel

Und wieder ein "Baustein" mehr in meiner Erfahrung mit "The Secret World". Diesmal zum Thema Gruppenspiel.

Zunächst ist festzustellen, dass ich mittlerweile in einem Bereich bin, der schon deutlich schwieriger ist, als das unmittelbare Startgebiet. Auf dem Schrottplatz, Flughafen und einer vorgelagerten Insel kam ich an ein - zwei Stellen fast nur weiter, in dem ich mich kurzfristig mit helfenden Charakteren zusammengetan habe.

Wobei es bei meinem Eindruck bleibt, dass das Spiel seinen Schwerpunkt nicht auf einem "Gruppenerlebnis" legt und man in dieser Hinsicht gerne mehr bieten könnte.

Meine Schwierigkeiten führten auch zu einem generellen Umbau meiner Fertigkeiten, mit denen ich aber immer noch herumexperimentiere.

Wenn man sich dem "Endbereich" des Startgebietes nähert, bekommt man auch seine erste, "echte" 5-Charaktere-Gruppeninstanz - die Polaris. Es gibt leider noch keinen Gruppenfinder, diesen würde ich als nützlich empfinden. Dennoch findet man in Sekunden eine Gruppe bzw, Mitstreiter - einfach weil "alle" diese erste Instanz mitnehmen möchten.

Ich habe sie, aufgrund verschiedener Missionen, insgesamt zweimal gemacht und fand sie erfrischend gut. Sie enthält nur wenige "Füllmonstergruppen" und ist nicht so lang wie der erste, grosse Flashpoint bei SWToR (der dortigen "Einstiegs-Gruppeninstanz"), hat aber ein paar interessante Bosse und einen spannenden Wendepunkt in ihrer Geschichte, der mich beim ersten Mal richtig überrascht hat.

Die Gruppeninstanz spielt sich ansonsten ganz klassisch - man braucht einen Tank, einen Heiler und ein paar Leute, die ordentlich Austeilen können. Ich habe den Eindruck, dass hier wieder ganz mit der klassischen Rollenaufteilung gearbeitet wird (und Heiler bzw. Tanks sind sehr gesucht, das kennt man auch von anderen Spielen). Allerdings muss sich die Gruppe hier schon ordentlich organisieren und koordinieren - es geht recht hektisch zu im Kampf gegen die grossen Bosse. Der Heiler und der Tank sollten ihr Handwerk schon verstehen - und in Bewegung muss man auch bleiben.

Außerdem habe ich die erste Solo-Fraktionsaufgabe bekommen, die mich wieder zurück nach London (und in eine andere Stadt) geführt hat. Die folgende Schleichinstanz empfand ich als erschreckend und beinhart fordernd.

Man bewegt sich in fast völliger Dunkelheit durch ein Gebäude Richtung Ausgang und als Beleuchtung bestitz man eine "Taschenlampe", die einen funzeligen Lichtkegel erzeugt.

In der Dunkelheit sitzen die "schattenhaften" Monster, die man oft nur erkennt, wenn es zu spät ist - und die man besser umgehen sollte. Einzelne kann man auch besiegen, aber wenn man sich zuviel bewegt, hat man es gleich mit einer ganzen Horde zu tun. Ich fühlte mich sehr an Silent Hill 2 erinnert und ich habe mehrere Anläufe gebraucht um zum eigentlichen Gegner zu gelangen (und diesen dann zu bezwingen). Da man aufgrund der Sichtverhältnisse kaum abschätzen kann, wieweit der "Aggroradius" der Monster geht, muss man wirklich extrem vorsichtig sein. Purer Nervenkitzel!

Ich empfand diese Solomission als ein echtes Highlight und sehr, sehr spannend. Vergleichbares habe ich bislang (eingeschränkt) nur in HdRO gesehen (wenn auch dort mit einem völlig anderen Kontext). Dennoch - von allen "Missionstypen" bei TSW mag ich Sabotage-Schleichmissionen am Wenigsten. Eben, weil man die Zonen so schwer abschätzen kann.

Mittlerweile habe ich das Startgebiet verlassen und bin im zweiten Gebiet angekommen, in dem Funcom erneut tief in die "Horrorkiste" gegriffen hat. Ein verlassener Vergnügungspark, eine "besondere" Universität und ein Motel mit dem Zimmer 13 als direkter Pforte "in die Hölle".

Nach wie vor, sind die Dialoge mit den NSCs klasse und die ein oder andere Investigativ-Aufgabe wartet auch schon auf mich.

Hier frisch angekommen macht der gefühlte Schwierigkeitsgrad nochmal einen Sprung und es wird zum Teil fast frustrierend schwer (ich bin schon sehr oft gestorben....). Es bleibt festzustellen, das TSW im Kampf keine Fehler verzeiht und verhältnismäßig fordernder ist als andere mir bekannte MMOs - selbst im "fortgeschrittenen Startbereich" spielen sich normale Gegnergruppen hier wie bei SWToR Elitegegner im Endgame-Bereich. Sie stehen auch (z.B. am Motel) sehr dicht und respawnen mit einer bemerkenswert hohen Rate.

Als Reaktion darauf, versuche ich weiter meine Fertigkeiten umzustellen und zu optimieren und befasse mich jetzt einmal etwas näher mit dem Handwerkssystem, um mir Tränke und dergleichen herzustellen. Bislang allerdings habe ich das Gefühl mit der "Gegnerentwicklung" kaum Schritt halten zu können.

Mit anderen Worten: TSW ist und bleibt ziemlich anspruchsvoll.
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